Sultans Court

Blues Gitarre trifft auf Wall of Synth und modulierten Gesang. Dem Indie schon längst entwachsen, führt Sultans Court dieses Erbe mit Einflüssen aus Hip-Hop und elektronischer Musik mit Bravour fort. Analoge und elektronische Klänge kreieren düstere Motive, wobei der energetische Groove treibender Percussion das Publikum zum Tanzen auffordert. Während der Gesang einerseits die Musik leitet und sich andermals spielerisch in ihr verliert, überraschen die Songs regelmäßig mit unerwarteten Wendungen. In den Fußstapfen von Alt-J, Chet Faker oder Glass Animals und in einer Zeit austauschbarer Popmusik, überzeugt die Band mit einem unverwechselbaren Sound. Gegründet wurde Sultans Court in einem klapprigen Renault Clio auf der Autobahn nach Hamburg: So lernten sich beide Musikproduzenten und Gründungsmitglieder Julius und Konstantin als Mitfahrer zum MS Dockville kennen. Direkt im Anschluss an das Festival nisteten sich beide im heimischen Studio in Berlin ein und feilten über ein Jahr lang an ihrem Sound. Dabei ist Konstantin der Fels und Julius die Brandung. Auf der Bühne wird die Musik aber erst mit Hilfe der virtuosen Einfälle von Leander (Drums) und Markus (Synths) zum Leben erweckt. Am Ende entscheidet schließlich die Testfahrt in Opas alten Renault, ob die Musik den eigenen Ansprüchen stand hält.