Culcha Candela

„Hamma!“, „Monsta“, „Berlin City Girl“, „Von Allein“ – um nur Einige zu nennen – sind im allerbesten Sinne Melodien für Millionen. Breitwandhits, echte Chartkracher. 14 Jahre im Business, 7 Alben, über 1000 Live Shows, Hits und Awards. 10 Jahre bei dem einen Major, 2 bei dem Anderen. Und jetzt? Ein eigenes Label! "Es kribbelt und juckt wie am Anfang! Alles ist furchtbar spannend und etwas chaotisch und wir sind alle völlig euphorisiert! Es ist fast so wie zu unseren Anfangstagen!", sagt Mateo von Culcha Candela. Die Fusion aus HipHop, Latinsound und Reggae, die sich die Band immer auf ihre Fahnen geschrieben hat, wird laut eigener Aussage jetzt noch konsequenter umgesetzt als früher. Denn ohne große Partner muss man weniger Kompromisse eingehen. Independent ist das neue Mainstream. Oder wie Culcha Candela sagen "Wir fühlen uns wieder wie 18!". Die Gründung des Labels "Culcha Sound" ist trotzdem Teil eines Reifeprozesses, eines Besinnens auf die eigenen Stärken – alles andere wäre rückwärtsgewandt. Daneben spürt man an allen Ecken und Enden die unbändige Live-Energie – das, was die Berliner immer ausgezeichnet und ihnen den Weg in die Topliga aller deutschen Acts geebnet hat. Wer die Band bei ihren ersten, selbstorganisierten Konzerten 2002/2003 erlebt hat, konnte spüren, was auch später auf den größten Festivals und bei ausverkauften Touren die Faszination Culcha Candela immer ausgemacht hat: den Spaß, die Power, den Charme. Und wer den Werdegang weiterverfolgt hat, konnte beobachten, wie die Band trotz ihrer Reise vom Latin-Ragga-HipHop-Kollektiv hin zum clubbig-elektronischen Sound ihre Wurzeln nie vergessen hat. Überhaupt: Ohne konstante Weiterentwicklung wäre ein außergewöhnlicher, zehnjähriger Run – sechs Alben, davon drei mit Platin und eins mit Gold ausgezeichnet – ohnehin nicht möglich gewesen. Im Falle von Culcha Candela, mit ursprünglich sieben Bandmitgliedern (besser gesagt: sieben Frontleuten) schon immer eine äußerst heterogene Truppe,  standen mit der ersten, selbstverordneten Bandpause dann auch personelle Veränderungen ins Haus: Mr. Reedoo und Larsito verließen die Band, um neue, eigene Wege zu gehen. Eine Herausforderung, ganz klar. Doch „Culcha Candela 2.0“ lassen keinen Zweifel: Das Kollektiv ist immer noch wichtiger als der Einzelne. Denn so schmerzlich der Verlust von langjährigen Mitstreitern auch sein mag, letztlich ändert er wenig am großen Ganzen. Johnny Strange, Don Cali, DJ Chino und Mateo – die vier Candeleros ziehen an einem Strang und wissen heute besser denn je, was ihnen das gemeinsame Projekt bedeutet. Ja, die Zeiten ändern sich – aber manches nie. Im Jahr 2016 verkörpern Culcha Candela immer noch das, was sie von Anfang an waren: Ein kunterbuntes Durcheinander mit Wurzeln auf vier Kontinenten. Die Fusion von HipHop, Reggae und Latinsounds. Das Eintreten für Integration und Toleranz. Eine Crew, die jede Bühne abfackelt. Freunde, die miteinander Musik machen. Nur jetzt halt mit dem eigenen Label "Culcha Sound". ;)